Tagore

978-3-8436-0823-7

Mit einem Nachwort zu Leben und Wirken des Dichters von Martin Kämpchen.Spricht man im indischen Bengalen von »dem Dichter«, so ist damit Rabindranath Tagore gemeint, der erste nichteuropäische Träger des Literaturnobelpreises. Martin Kämpchen, der in Indien lebt und arbeitet, hat sein Werk aus dem Bengalischen ins Deutsche übersetzt.

»Am Ufer der Stille« bildet eine Auswahl von Tagores religiöser und schöpfungsbezogener Poesie. Das Erbe indischer Spiritualität findet sich in seinen Texten ebenso wie seine seit Kindertagen wache Sehnsucht nach Freiheit. Mit einem Essay zu Leben und Wirken Tagores.

http://www.patmos.de/am-ufer-der-stille-p-8700.htm

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Rabindranath Tagore : One Hundred Years of Global Reception
Martin Kämpchen , Imre Bangha and Uma Das Gupta (Editorial Adviser)

Rabindranath Tagore (1861-1941) is India’s national poet. As the first Asian, he was awarded the Nobel Prize in 1913. His universal genius was active in almost all fields of culture. He visited Germany three times (1921, 1926 and 1930) and left his stamp on the people’s mood in between the two World Wars.Martin Kämpchen has helped to make Tagore’s works and his legacy known in Germany in three different ways:

  • He, for the first time, has translated a representative selection of Tagore’s poetry from Bengali to German in several volumes.
  • He has written the first German biography of Tagore.
  • In several books, he has researched and analysed the relationship Tagore had with Germany and Austria. Besides, Kämpchen has discovered and edited the correspondence Tagore had with his German translator, Helene Meyer-Franck. It has come out in English and in German translation.

Rabindranath Tagore (1861-1941) ist der berühmteste Dichter des modernen Indien. 1913 erhielt er als erster Asiate den Literatur-Nobelpreis. Sein universales Genie schuf Literatur in allen Gattungen, er gründete eine Schule und Universität, betätigte sich als Schauspieler, Sänger seiner eigenen Lieder, als Maler und Sozialreformer in den Dörfern. Tagore besuchte Deutschland dreimal (1921, 1926 und 1930) und begegnete dort bedeutenden Persönlichkeiten des kulturellen und politischen Lebens. Er beeinflusste die Denkweise des gebildeten Bürgertums zwischen den Weltkriegen nachhaltig.

Martin Kämpchen bemüht sich in dreifacher Weise um das Erbe Rabindranath Tagores für den deutschen Sprachraum:

Als erster hat er Tagores Lyrik in mehreren repräsentativen Sammlungen, die alle Schaffensperioden umfassen, aus dem bengalischen Original in deutsche Gedichte übersetzt.
Er hat die erste deutschsprachige Biographie von Tagore geschrieben.
In mehreren Büchern in englischer und deutscher Sprache hat er die Beziehungen Tagores mit Deutschland und Österreich erforscht und analysiert. Außerdem hat Kämpchen den Briefwechsel Tagores mit seiner deutschen Übersetzerin Helene Meyer-Franck in englischer Sprache und in deutscher Übersetzung herausgegeben.
Die Jahre 2011-12 waren wichtig für die Tagore-Forschung, denn in Indien und in vielen Ländern feierte man den 150. Geburtstag von Rabindranath Tagore.

Im Jahr 2013 jährt sich zum hundertsten Mal der Tag, an dem Tagore den Nobelpreis für Literatur erhielt.

tagore_gedichte_und_lieder
ISBN: 978-3-458-17501-8
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Rabindranath Tagore
Gedichte und Lieder
Ausgewählt und aus dem Bengalischen übersetzt von Martin Kämpchen
Insel Verlag, Berlin 2011
Gebunden, 151 Seiten

Das Universaltalent Tagore hat sich in allen Gattungen erprobt, am bedeutendsten dürfte aber seine Leistung als Lyriker sein. Seine poetische Brillanz lässt sich mit einem Bändchen des Insel Verlags entdecken, wiederum von Martin Kämpchen zusammengestellt. Der Indien-Experte und Autor dieser Zeitung wirbt seit Jahren für das Werk Tagores und hat unter anderem eine Monographie zum Leben des Dichters verfasst. Das Spektrum reicht von Liebesgedichten über philosophische Betrachtungen und religiöse Gedichte bis hin zu Selbstreflexionen über die eigene Arbeit und Wirkung. Dem reichen Anhang kann man entnehmen, welche Schwierigkeiten sich beim Übersetzen aufgetan haben zwischen dem Anspruch einer philologisch korrekten und gleichzeitig poetischen Übertragung. Immer wieder wird auf eigene Zusätze oder eine spezielle Form des Originals verwiesen.

Der Band beginnt mit dem Liebesgedicht „An einem Regentag“. Es zeigt exemplarisch die gleichzeitige kulturelle Ferne der Gedichte für den westlichen Leser und ihre allgemeine Gültigkeit. Gut kann man die Gefühlsregungen des lyrischen Ich nachvollziehen, aber es bedarf der Kommentarinformation, dass die Regenzeit in Indien als Zeit der Liebe gilt. Eine melancholisch-gedrückte Stimmungslage, wie man es als Europäer gewohnt ist, ist mit dem Regen also nicht verbunden. Reizvoll sind auch die zahlreichen Kindergedichte oder die Reflexionen des alt gewordenen Dichters, der auf sein Leben zurückblickt und die Feier der Natur als eines seiner Grundmotive präsentiert.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Mai 2011

Eine Auswahl dieser Lieder bringt Kämpchen nun in neuer Übersetzung im Insel-Verlag heraus: Gedichte über das Sehnen zerbrochener Gefässe und aus Lichtmetaphysik und Brautmystik fein gesponnene Gesänge. Dann gibt es aber auch viel Antiasketisches, Weltzugewandtes, ja Alltägliches: wie das herzzerreissend schöne Gedicht von den spielenden Kindern am Strand des Weltmeers; das Gespräch zweier Brüder darüber, ob man den Mond wohl fangen kann; und die charmante Mahnung an die Väter, nicht alle weissen Papiere vollzuschreiben und stattdessen ihre Kinder darauf malen zu lassen. Wieder ist es ein schmaler Band, dessen dichterische Kraft aber mit wenigen Worten kaum zu umreissen ist. Will man literarische Vergleiche finden, dann steht Rabindranath Tagore dem persischen Dichter Jalal ad-Din Rumi wohl näher als Rilke. 2011, im Jahr von Tagores 150. Geburtstag, wäre er als eine Figur der Weltliteratur neu zu entdecken – mit diesem Band hat er seinen Nobelpreis nachträglich noch einmal verdient.

Neue Zürcher Zeitung, 23.April 2011

die_welt_ist_voller_leben
ISBN 978-3-451-07163-8
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Rabindranath Tagore
Die Welt ist voll von Leben
Poesie voll Trost und Hoffnung.
Herausgegeben von Martin Kämpchen
Verlag Herder, Freiburg 2013
110 S.,

rabindranath_tagore_und_deutschland
ISBN 978-3-937384-71-9
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Rabindranath Tagore und Deutschland
von Martin Kämpchen
Deutsches Literaturarchiv / Deutsche Schillergesellschaft, Marbach 2011
“Marbacher Magazin” Nr. 134

Sein von ihm selbst ins Englische übertragener Gedichtband „Gitanjali“, der Anfang 1913 erschienen war und seinen Ruhm in Europa begründete, lag noch nicht in deutscher Übersetzung vor, geschweige denn ein anderes seiner zahlreichen Werke. Erst in den folgenden Jahren änderte sich dies nachhaltig, und Tagores Bücher wurden für kurze Zeit zu regelrechten Bestsellern.

Nachverfolgen lässt sich dies anhand von Martin Kämpchens anschaulicher Dokumentation zur Rezeptionsgeschichte des Dichters. Sie stellt dar, wie sich der junge Kurt Wolff Verlag die Rechte an dem schlagartig berühmt Gewordenen sicherte und in schneller Folge zahlreiche Werke auf den Markt brachte. Sie zeigt zudem, dass noch mehr als das Werk die Person Rabindranath Tagore faszinierte. Während seiner Europa-Tournee nach dem Ersten Weltkrieg stattete der Dichter 1921 auch Deutschland einen Besuch ab. Höhepunkt war die Tagore-Woche in Darmstadt, als der Philosoph Hermann Graf Keyserling den indischen Gast als Berühmtheit inszenierte und dieser wie ein Volkstribun täglich zu den Massen sprach. Um Literatur ging es dabei weniger als um interkulturelle Verständigung, sah Rabindranath Tagore doch seit der Nobelpreisverleihung seine Hauptaufgabe darin, Botschafter des Ostens zu sein und für Versöhnung und Weltfrieden zu werben.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Mai 2011

 

mein_lieber_meister
ISBN 978-3-937603-44-5
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Rabindranath Tagore, Helene Meyer-Franck und Heinrich Meyer-Benfey:
Mein lieber Meister.
Briefwechsel 1920-1938.

Hg. v. Martin Kämpchen und Prasanta Kumar Paul.
Aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler
Draupadi Verlag
144 S.,

Helene Meyer-Franck, eine Hamburger Gymnasiallehrerin, war die aktivste und beharrlichste deutsche Tagore-Übersetzerin. Werk für Werk bearbeitete sie für den Kurt Wolff Verlag und nahm zusammen mit ihrem Mann Heinrich Meyer-Benfey, einem Universitätsdozenten für Literatur, auch persönlich Kontakt zu Tagore auf. Es ist ein seltsamer Briefwechsel, den Martin Kämpchen und Prasanta Kumar Paul jetzt zugänglich gemacht haben. Eine übergroße Verehrung des beharrlich als „Meister“ angeredeten Dichters bricht sich Bahn, der mit religiösen Versatzstücken bedacht und überhöht wird. Höhepunkt ist ein Brief anlässlich des Besuchs Tagores bei dem Ehepaar, als sich Helene Meyer-Franck mit Maria von Bethanien, die Jesus erwartet, vergleicht, und hofft, dass der Dichter ihr Haus „heiligen“ werde.

Ein zweites Thema, das den Briefwechsel durchzieht, sind die Pläne, auf Einladung Tagores nach Santiniketan zu ziehen und an der dort neu gegründeten Universität zu lehren – Pläne, die letztlich an der restriktiven Visavergabe der Briten scheitern. Tagore beklagt sich zu Recht über „Stacheldrahtzäune“, die die „Freiheit der Kommunikation zwischen den Völkern“ behindern, in einer Welt „politischer Verdächtigung“ mussten seine kosmopolitisch-versöhnenden Pläne scheitern.

Heinrich Meyer-Benfeys umfangreicher Forderungskatalog und sein regelrechtes Fragenbombardement die Universität betreffend machen es aber noch in anderer Hinsicht unwahrscheinlich, dass sich die Übersiedlungspläne verwirklicht hätten. Es ist bezeichnend, dass der sonst höflich-verbindlich antwortende Rabindranath Tagore diese Briefe entweder ignoriert oder an seine zahlreichen Mitarbeiter delegiert hat. Helene Meyer-Francks Bemühen schließlich, Bengalisch zu lernen, um den Dichter direkt aus dem Original übersetzen zu können, blieb fruchtlos, da in den 1930ern nicht an eine Publikation von Tagores Werken zu denken war.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Mai 2011

mein_lieber_meister_en

My dear Master
Correspondence of
Helene Meyer-Franck /
Heinrich Meyer-Benfey
and Rabindranath Tagore
Edited by Martin Kämpchen / Prasanta Kumar Paul
Visva-Bharati Grantan Vibhag, Kalkutta 2011, 141 Seiten

tagore_perlen_der_lebensweisheit
ISBN 978-3-451-07123-2
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Rabindranath Tagore
Perlen der Lebensweisheit
Hrsg. von Martin Kämpchen
Verlag Herder , Freiburg 2011
HERDER spektrum, Band 7123
96 Seiten

goldeneboot
ISBN 3-538-06988-3
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tagoresammel

ISBN 3-538-05437-1
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Rabindranath Tagore
Das goldene Boot
Lyrik, Prosa, Dramen
Aus dem Bengalischen von Rahul Peter Das, Alokeranjan Dasgupta, Hans Harder, Martin Kämpchen, Lothar Lutze
Aus dem Englischen von Andor Orand Carius und Axel Monte
Hrsg. von Martin Kämpchen
Verlag Artemis & Winkler, Düsseldorf 2005
Reihe „Winkler Weltliteratur“
669 Seiten,
Dieser Band enthält Gedichte, Lieder, Erzählungen, einen Kurzroman, zwei Theaterstücke, Essays, Briefe, Gespräche Tagores mit Albert Einstein in Direktübersetzungen und einen ausführlichen Anmerkungsteil.

„Vielfältig im Ton, innovativ in der Form, sind Tagores Gedichte eine Herausforderung für jeden Übersetzer. Tagore war eher frei, sehr frei, wenn er sich selbst übersetzte. Martin Kämpchen dagegen bleibt so nahe am Original wie möglich. Die Übersetzungen benutzen den Endreim, wo Tagore ihn benutzte, auch wo er heutigen Ohren nicht innovativ klingen mag; und sie folgen Tagore im Gefühl für Rhythmus – Rhythmus der Sprache und des Gedankens [...] AlsLeser haben wir nur etwas ins Boot zu laden, wenn wir uns der Begegnung mit dieser Dichterpersönlichkeit, der Sprache Bengali, dem geschichtlichen, sozialen, kulturellen Kontext dieser Literatur und ihrer Botschaft stellen. Martin Kämpchen hat dies vorbildlich getan, erarbeitet, gelebt.“

Peter Schreiner in der „Neuen Zürcher Zeitung“

“Zu entdecken ist ein vielseitiger Geist und Poet, der fast mühelos in den unterschiedlichen Genres tätig war. …
Der Dialog zwischen Ost und West ist nicht mehr an der Tagesordnung, wir sind fixiert auf aktuelle Konflikte. Namen wie Gebser, Aurobindo, Corbin  oder der Eranos-Kreis sind nur noch Eingeweihten bekannt. Es ist Zeit, daß der Dialog wiederaufgenommen wird, wenn auch nicht in der esoterisch-akademischen Form der Altvorderen. Das Erscheinen dieses neuen Tagore bietet dazu eine hervorragende Gelegenheit.”

Elmar Schenkel in der “Frankfurter Allgemeine Zeitung”

Dasselbe Buch ist auch als Dünndruckausgabe lieferbar, unter dem Titel
Rabindranath Tagore
Gesammelte Werke
Lyrik, Prosa, Dramen
ISBN 3-538-05437-1

tagore3

ISBN 3-458-34688-0
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Rabindranath Tagore

Liebesgedichte
Ausgewählt und aus dem Bengalischen
übertragen von Martin Kämpchen
Insel Taschenbuch 2988 Insel Verlag,
Frankfurt 3.Aufl. 2006

Auch als Hörbuch erschienen:
Rabindranath Tagore
Komm zu mir, allein
Die schönsten Liebesgedichte.
Sprecher Doris Wolters und Michael Kausch
Hoffmann und Campe Verlag 2008
ISBN 978-3-455-30605-7

tagore2

ISBN 81 85952 71 X

Rabindranath Tagore in Germany:
Four Responses to a Cultural Icon.
by Martin Kämpchen

Indian Institute of Advanced Study, Shimla (Indien) 1999.

Diese wissenschaftliche Studie beschreibt Tagores Beziehungen mit den vier wichtigsten Förderern seines Werks in Deutschland:

mit dem Philosophen Hermann Keyserling in Darmstadt; seinem deutschen Verleger Kurt Wolff in München; seiner Übersetzerin Helene Meyer-Franck und ihrem Ehemann, Heinrich Meyer-Benfey, einem Dozenten an der Universität Hamburg.

tagore

Rowohlt: 1090-ISBN 3 499 50399 9
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Rabindranath Tagore.
von Martin Kämpchen

Bildmonographie. Rowohlt Verlag, Reinbek 1992, 4. Aufl. 2011

Die einzige Biographie Tagores in deutscher Sprache erschien in der bekannten Reihe
“Rowohlts Bildmonographien“,
inzwischen in der aktualisierten 4. Auflage.

wofreude

ISBN 3 451 08684 0
vergriffen

Rabindranath Tagore
Wo Freude ihre Feste feiert. Gedichte und Lieder
Ausgewählt, aus dem Bengalischen übersetzt und eingeleitet.
von Martin Kämpchen
Verlag Herder (Herder Taschenbuch 1684), Freiburg 1990

Die Lektüre wird zu einem Erlebnis, auch weil Kämpchens deutsches Sprachgefühl seiner Aufgabe mehr als gewachsen ist.
Christ in der Gegenwart

stille

ISBN 3-546-20237-2
vergriffen

Rabindranath Tagore
Am Ufer der Stille
Ausgewählt, aus dem Bengalischen übersetzt und eingeleitet
von Martin Kämpchen
Gedichte und Esssays
Verlag Benziger, Düsseldorf 2002

 

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